Kontinuierliche Beobachtung
Übersicht
Bei der kontinuierlichen Beobachtung werden permanent eingehende Informationen zum Wettbewerbsgeschehen gesichtet und bewertet. Das ist eine wichtige Grundlage für die CI-Arbeit:
- Man muss das „normale“ Geschehen am Markt kennen, um Veränderungen oder Besonderheiten erkennen und einschätzen zu können.
- Manche Ereignisse erfordern schnelles Handeln, um die damit verbundenen Chancen für das eigene Unternehmen wahrnehmen bzw. Schaden abwenden zu können. Deshalb muss man solche Situationen so früh wie möglich erkennen, was eine fortlaufende Beobachtung notwendig macht.
- Informationen stehen nicht zu jedem Zeitpunkt gleichermaßen zur Verfügung. Wenn kurzfristig ein großer Informationsbedarf zu einem Thema entsteht, wird man in diesem Moment nicht alle Informationen bekommen, die einem eigentlich zur Verfügung stehen könnten, wenn man sie fortlaufend erfassen und analysieren würde.
- Anfragen der Geschäftsleitung und anderer Abteilungen zu Wettbewerbern müssen oft in kurzer Frist beantwortet werden. Eine qualitativ gute und fundierte Bearbeitung ist in der Regel nur möglich, wenn ein Teil der Arbeit schon im Vorfeld im Rahmen der fortlaufenden Beobachtung geleistet wurde, z.B. durch fortlaufendes Erschließen eingehender Informationen, Führen von Wettbewerberprofilen usw.
Aufgrund der Tag für Tag über einen hereinbrechenden Informationsflut muss man dabei jedoch einen guten Kompromiss zwischen Aufwand und Nutzen finden. Es gilt also festzulegen, welche Themenbereiche man verfolgen möchte und welche eher nicht, welche Art von Ereignissen relevant ist usw. Und man sollte ein gutes Gespür dafür entwickeln, wenn eingehende Informationen zwar nicht in dieses Raster passen, aber trotzdem eine Relevanz für das Unternehmen haben könnten.
Quellen
- Informationen und Andeutungen von Kunden, Partnern, Bewerbern usw.
- Nachrichten, Pressemitteilungen
- Veränderungen auf den Webseiten der Konkurrenz, z.B. neue Schwerpunkte, neue oder weggefallene Angebote, unkommentierte Veränderungen im Management, unerwartet größere oder geringere Anzahl von Stellenangeboten usw.
- Unerwartete Veränderungen bei Schlüsselpersonen, z.B. veränderter Arbeitgeber auf Profilseiten sozialer Netzwerke
- Kommentare in sozialen Netzwerken
Vorgehen
- Regelmäßig Informationen von anderen Organisationseinheiten sammeln.
- Das eigene Netzwerk pflegen und regen Austausch betreiben.
- Relevante Nachrichtenportale, Artikel und Berichte lesen.
- Regelmäßige Besuche der Webseiten der Konkurrenz.
- Automatisierte Hinweise wie z.B. Google Alerts.
Benachrichtigung zu Ereignissen
Ein wichtiger Aspekt ist das Erkennen von besonderen Situationen und die sofortige Meldung an diejenigen, die daran ein Interesse haben. Deshalb sollte im Vorfeld definiert werden, welche Personen bei welcher Art von Ereignissen zu welchem Thema informiert werden sollen.
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