Competitive Intelligence-Software
Übersicht
Obwohl IT die Arbeit im Umfeld Competitive Intelligence sehr gut unterstützen kann, ist spezielle Software bisher noch kein Massenmarkt geworden. Es ist sogar öfter zu beobachten, wie Software-Anbieter nach einiger Zeit auf verwandte Themen wie Marktanalyse, Wissensmanagement oder CRM ausweichen. Vermutliche Ursachen:
- Die Zahl der potenziellen Nutzer in einem Unternehmen ist gering.
- Der ROI einer solchen Software ist nur schwer oder nur sehr langfristig messbar. Daher stehen weniger Budgets zur Verfügung.
- Die funktionalen Anforderungen sind sehr vielfältig und einzelne Themen wären schon für sich genommen umfangreiche und aufwändige eigene Projekte wert: Dokumentenmanagement-System, Knowledge Mining, Volltextsuche, Wiki u.a.
- Dazu kommen die wachsenden Anforderungen zur Integration in die IT-Systemumgebung der Unternehmen wie z.B. Single Sign On, Integration in Portale etc.
So nutzt man oft selbstgebaute Lösungen, die auf der in den Unternehmen vorhandenen Standard-Infrastruktur basieren. Solche Systeme erfüllen zwar meist nur die elementaren Anforderungen einer strukturierten Informationsablage. Aber sie verursachen keine Lizenz- und Wartungskosten und sind für einfache Aufgaben ausreichend, insbesondere wenn Competitive Intelligence nur als Nebenaufgabe wahrgenommen wird.
Diese Situation könnte sich in den nächsten Jahren ändern, bedingt durch die wachsende Zahl von SaaS (Software-as-a-Service)-Angeboten. Dabei wird die Funktionalität vom Anbieter über das Internet bereit gestellt. Das nutzende Unternehmen muss sich also nicht mehr um Installation und Pflege kümmern, sondern die Fachabteilung kann den Service verbrauchsabhängig einkaufen. Der Anbieter wiederum betreibt den Service für viele Kunden gleichzeitig, so dass sich die entstehenden Betriebskosten gut verteilen können.